13.01.15
Haushalt

Berlin: 700 neue Ladestellen für Elektroautos

Das Land Berlin hat das Vergabeverfahren zum Aufbau einer öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Berlin nach mehr als zwei Jahren abgeschlossen. Es war die erste europaweite Ausschreibung einer kommunalen Ladeinfrastruktur in Deutschland.

Über 400 Ladesäulen werden der niederländische Energienetzbetreiber Alliander und dessen Tochterunternehmen The New Motion und Allego in Berlin bis Mitte 2016 installieren. Im September 2016 wird das Land Berlin entscheiden, ob das Konsortium die Zahl der Ladesäulen, basierend auf dem tatsächlichen Bedarf, bis ins Jahr 2020 um weitere gut 700 Säulen erhöhen soll. Der Berliner Senat rechnet hierfür insgesamt mit einem Zuschussbedarf in Höhe von 6,5 Millionen Euro. Nach Vertragsende bleibt das Land Berlin Eigentümer sämtlicher Ladeeinrichtungen.


Das Konsortium wird außerdem als sogenannter „Mobilitätsanbieter“ Kunden akquirieren und Ladevorgänge abrechnen. Gleichzeitig muss es die Ladestellen diskriminierungsfrei anderen Mobilitätsanbietern wie zum Beispiel Automobilherstellern zur Verfügung stellen. Vorgaben zur Bepreisung darf das Konsortium den anderen Anbietern nicht machen.

Doch nicht nur das Konsortium darf zukünftig Ladestellen errichten: Andere Betreiber können ihre Ladeeinrichtungen in die Berliner Infrastruktur einbringen, wenn sie die entsprechenden technischen Anforderungen erfüllen.