Verschuldung der kommunalen Haushalte

29.12.16 10:40

Destatis: Kommunen bauen Schulden ab

Von Ariane Mohl

Der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände ist im 3. Quartal 2016 gegenüber dem 31. Dezember 2015 leicht gesunken. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede. Den höchsten prozentualen Rückgang bei den Schulden gab es in Sachsen. Düster sieht es etwa in Niedersachsen aus.

Die Kommunen haben zum Ende des 3. Vierteljahres 2016 ihren Schuldenstand von rund 144,2 Milliarden Euro auf 143,7 Milliarden Euro verringert. Das entspricht einem Rückgang um 0,3 Prozent.

 

Die sächsischen Kommunen verzeichnen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) einen Rückgang der Schuldenstände um – 16,5 %. Die Kommunen in Baden-Württemberg konnten ihre Schulden um 9,7 % verringern. In Niedersachsen (+ 5,7 %) und Schleswig-Holstein gab es die höchsten prozentualen Zuwächse.

 

Auch bei der Verschuldung der Länder ist die Situation sehr heterogen. Insgesamt ist die Verschuldung der Länder gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 0,1 % gestiegen. Sachsen (- 14,8 %), Mecklenburg-Vorpommern (- 6,5 %) und Thüringen (- 5,1 %) verzeichnen hohe prozentuale Rückgänge. Die prozentual höchsten Zuwächse gab es hingegen in Hamburg (+ 8,9 %), Hessen (+ 8,8 %) und Schleswig-Holstein (+ 5,5 %).

 

 

Auf dem größten Schuldenberg sitzen die Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Sie sind mit 55,8 Milliarden Euro verschuldet.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de