Gutes Geschäft für Anwälte und Berater

05.01.15 15:24

Detroit: Insolvenz kostet 178 Millionen Dollar

Von Katharina Schlüter

Fast 178 Millionen Dollar zahlt die Stadt Detroit im Rahmen des Insolvenzverfahrens an Rechtsanwälte und Berater. Damit ist die Insolvenz der ehemaligen Motor-City die teuerste Kommunalinsolvenz in der Geschichte der USA.

Wie das Wall Street Journal mit Berufung auf ein Gerichtsdokument berichtete, zahlte die Stadt Detroit 165 Millionen Dollar Honorare direkt, weitere 13 Millionen Dollar stellten u.a. Experten, die Insolvenzrichter Steven Rhodes beauftrage, in Rechnung. Größter Einzelverdiener des Insolvenzverfahrens mit Honoraren von über 58 Millionen Dollar ist die Rechtsanwaltskanzlei Jones Day. Sie hatte Detroit im Verfahren vor Gericht vertreten. Die Finanzberater von Ernst & Young legten Rechnungen in Höhe von insgesamt 20 Millionen Dollar vor. Insolvenzrichter Rhodes muss die Honorare nun noch auf Angemessenheit überprüfen.