Hilfen an Tochtergesellschaft

22.05.15 09:06

Duisburg belastet Haushalt mit Finanzspritze an Stadtwerke

Von Katharina Gail

Auf das hoch verschuldete Duisburg kommen weitere Lasten zu: Weil die Stadtwerke die Kosten der Energiewende nicht stemmen können, hat die Kommune am Montag beschlossen, der Dachgesellschaft mit einer Eigenkapitalerhöhung unter die Arme zu greifen. Dafür will die Stadt einen Kredit in Höhe von 200 Mill. Euro aufnehmen.

Stadtwerke Duisburg

Mit der Finanzspritze der Stadt will sich die DVV für die Energiewende rüsten.

Die Stadt Duisburg hat in einer Ratssitzung am Montag beschlossen, ihrem Versorgungs- und Verkehrskonzern DVV mit einer Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 203 Millionen Euro aus der Klemme zu helfen. Die Mittel sollen über einen Kredit bereitsgestellt werden, den die Stadt aufnehmen will.

 

Mit der Summe sollen die Duisburger Stadtwerke umgebaut werden. Ein Tribut an die Energiewende, wie es offiziell heißt. So will das Unternehmen unter anderem ein Kohlekraftwerk abschalten. Auch betriebsbedingte Kündigungen schließen die Stadtwerke nicht aus.

Haushalt noch nicht genehmigt

Unterdessen wird die Finanzspritze und deren Auswirkungen noch von der Bezirksregierung Düsseldorf geprüft. Duisburg nimmt am Stärkungspakt Nordrhein-Westfalens teil und muss seinen Haushalt von der Bezirksregierung freigeben lassen. Für dieses Jahr hat die Behörde noch keine Genehmigung ausgesprochen.

In der Originalmeldung hieß es, die Stadt Duisburg habe einen Kredit an ihre Tochtergesellschaft weitergeleitet. Tatsächlich handelte es sich aber um eine Eigenkapitalaufstockung an die Holding-Gesellschaft DVV.