Duisburg: Bezirksregierung setzt Verwaltung und Politik unter Druck

17.11.16 09:44

Duisburg muss massiv beim Personal sparen

Von Katharina Schlüter

Duisburg muss in den kommenden Jahren insgesamt 50 Millionen Euro im Personaletat einsparen. In einem ersten Schritt diskutiert die Stärkungspaktstadt jetzt darüber, wie die Vorgaben der Bezirksregierung für das kommende Jahr umgesetzt werden können. (Bitte Korrektur am Ende des Textes beachten).

Die Stadt Duisburg wird in den nächsten Jahren massiv Personal abbauen müssen. Wie unter anderem die W.A.Z. berichtete, hat die Bezirksregierung Düsseldorf die Stärkungspaktstadt aufgefordert, bis zum Jahr 2021 im 400 Millionen Euro umfassenden Personaletat 50 Millionen Euro einzusparen. Von den 5.500 Verwaltungsstellen könnten damit 700 entfallen.

 

Bereits im kommenden Jahr muss die Stadt die Personalkosten um 7,5 Millionen Euro senken. Schafft sie dies nicht, droht die Bezirksregierung damit, den Haushalt nicht zu genehmigen.

 


Duisburgs OB stellt Sparmaßnahmen vor

Am Mittwoch informierte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) die städtischen Beschäftigen darüber, wie diese Vorgaben für das kommende Jahr umgesetzt werden sollen. Den Gros der Einsparungen sollen dabei zwei Maßnahmen bringen: Erstens will Sören auf die Beförderung kommunaler Beamter verzichten, zweitens soll zukünftig nur jede dritte freiwerdende Stelle neu besetzt werden. Diese beiden Maßnahmen sollen den Haushalt 2017 um 5,5 Millionen Euro entlasten.

Über diese und andere vom Verwaltungsvorstand beschlossene Maßnahmen wird der Stadtrat in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag entscheiden.

 

Korrektur (24. November): Die Stadt Duisburg hat uns auf Fehler in diesem Artikel hingewiesen. Gerne veröffentlichen wir die Korrektur im Wortlaut: "Die 50 Millionen Einsparung im Personalbereich sollen (alte Zahl) nicht jährlich erbracht werden, sondern auf die Gesamtlaufzeit des Stärkungspaktes (Ursprungssumme in unserem HSP). Mittlerweile haben wir uns mit der BZR auf 25 Mio über den Gesamtzeitraum von fünf Jahre (nicht jährlich!) geeinigt. Auch die Zahl von 700 Stellen, wie im ersten WAZ-Artikel genannt, ist nicht mehr aktuell."


k.schlueter@derneuekaemmerer.de