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05.04.19
Haushalt

Eisenach gibt Kreisfreiheit auf

Die Stadt Eisenach kehrt nun doch in den Wartburgkreis zurück. Noch im Dezember war eine Fusion im Stadtrat gescheitert. Das Land belohnt den lange diskutierten Zusammenschluss mit üppigen Finanzhilfen.

Nach sieben Jahren Verhandlungen haben Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) und Landrat Reinhard Krebs (CDU) am gestrigen Donnerstag den Vertrag zur freiwilligen Fusion der Stadt Eisenach mit dem Wartburgkreis unterzeichnet. Der Vertrag regelt, welche Aufgaben der Wartburgkreis in Zukunft übernehmen wird und welche Aufgaben weiterhin bei der Stadt Eisenach verbleiben.

Wolf betonte bei der Vertragsunterzeichnung, dass mit der Fusion nun zusammen wachse, was zusammen gehöre. Krebs äußerte die Erwartung, dass die Fusion zu größerer Effizienz und Bürgernähe führen werde. Als mit rund 166.000 Einwohnern dann größter Landkreis Thüringens werde der neue Wartburgkreis ein gut wahrnehmbares Gegengewicht zu den Städten Erfurt, Weimar und Jena bilden.

Finanzspritze vom Freistaat

Der Freistaat Thüringen unterstützt den Zusammenschluss mit 42 Millionen Euro. Die Stadt Eisenach erhält 18,5 Millionen Euro, der Wartburgkreis 23,5 Millionen Euro. Hinzu kommen vier Millionen Euro für den ÖPNV.

Noch im Dezember war die Fusion knapp am Eisenacher Stadtrat gescheitert. Im Februar nahm Oberbürgermeisterin Wolf Nachverhandlungen mit dem Landrat auf. Am 12. März stimmte der Stadtrat der Fusion schlussendlich zu.

Voraussichtlich am 9. Mai will Rot-Rot-Grün das Fusionsgesetz in den Landtag einbringen. Zum 1. Januar 2022 soll die Fusion dann in trockenen Tüchern sein.

a.mohl(*)derneuekaemmerer(.)de