Probleme mit der Doppik

18.02.15 17:11

Freiburg: 4,5 Millionen Euro übersehen

Von Marc-Fabian Körner

Im Haushalt der Stadt Freiburg gibt es eine Lücke von 4,5 Millionen Euro. Schuld daran ist die Umstellung auf die doppische Buchführung.

Die Kämmerei der Stadt Freiburg hat unter der Leitung von Bernd Nußbaumer bei der Aufstellung des Haushaltsplans für 2015/2016 einen Teil der Sozialausgaben übersehen und nun nachträglich eingetragen. Insgesamt soll es sich um 4,5 Millionen Euro handeln, wie die Badische Zeitung vergangene Woche berichtete. Ein Posten wurde bei der Aufstellung des Haushaltes vergessen. Die Stadt wird wohl mehr Schulden machen. Um das Defizit auszugleichen, will das Rathaus nun Kredite im Volumen von 14 anstatt der geplanten neun Millionen Euro aufnehmen.


Bei dem übersehenen Posten handele es sich um 2,26 Millionen Euro, die Freiburg jeweils jährlich 2015 und 2016 in den Finanzausgleichstopf des Landes zahlen muss. Wie der Kämmerer gegenüber DNK sagte, sei der Fauxpas von der Kämmerei bereits bei der ersten Lesung des Haushaltsentwurfs im Dezember angesprochen worden. Der Badischen Zeitung erklärte er, wie es zu dem Fehler kommen konnte: „Tausende Posten, andere Namen, neue Systematik“. Ähnliche Probleme bei der Umstellung von der Kameralistik auf die doppische Buchführung sind auch von anderen Kommunen bekannt. Freiburg wird nun wohl den einfachsten Weg gehen, um das Loch zu stopfen: mehr Schulden in Form von Krediten.