Destatis-Zahlen zum öffentlichen Finanzvermögen

29.10.15 15:10

Gegen den Trend: Finanzvermögen der Kommunen steigt

Von Katharina Schlüter

Während das öffentliche Finanzvermögen in 2014 zurückgegangen ist, konnten die Kommunen ihr Finanzvermögen steigern. Zwischen den Bundesländern gibt es deutliche Unterschiede.

Das Finanzvermögen der Gemeinden und Gemeindeverbänden ist im Jahr 2014 um 3,6 Milliarden Euro gestiegen. Ende 2014 verfügten die Kommunen damit über ein Finanzvermögen von insgesamt 68,6 Milliarden Euro. Dies teilte das statistische Bundesamt Destatis am Donnerstag mit. Zum Finanzvermögen zählt Destatis vor allem Bargeld und Einlagen, Wertpapiere sowie Ausleihungen an den nicht-öffentlichen Bereich. Nicht einbezogen werde Anteilsrechte und Finanzderivate.

 

Interessant ist, dass sich das Finanzvermögen der Kommunen damit gegen den gesamtstaatlichen Trend entwickelte: So verzeichnete der Bund im Jahr 2014 einen Rückgang seines Finanzvermögens um 5,5 Milliarden Euro (2,5 Prozent) auf 212,6 Milliarden Euro. Das Finanzvermögen der Länder ging noch stärker zurück, nämlich um 10,3 Milliarden Euro (7,1 Prozent) auf 134,7 Milliarden Euro.

 

Das kommunale Finanzvermögen verteilt sich sehr unterschiedlich auf die Bundesländer. So verfügen allein die beiden Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg über knapp 43 Prozent des Gesamtfinanzvermögens. Besonders die bayerischen Kommunen steigerten ihr Finanzvermögen in 2014 mit einem Zuwachs von 1,2 Milliarden Euro (8,9 Prozent) deutlich. Doch auch die zum Teil hochverschuldeten NRW-Kommunen verfügen mit insgesamt 12 Milliarden Euro über ein signifikantes Finanzvermögen.

 

Gegen den positiven Trend entwickelte sich insbesondere das Vermögen der niedersächsischen Kommunen. Dieses ging um 356 Millionen bzw. 8,6 Prozent zurück.

 

k.schlueter@derneuekaemmerer.de