Soll die Wirtschaft in Marburg in der Coronakrise wieder ankurbeln: der „Stadt-Geld“-Gutschein.

Patricia Grähling, Stadt Marburg

24.06.20
Haushalt

Gegen die Coronakrise: Marburg schüttet „Stadt-Geld“ aus

Die Stadt Marburg schüttet fast zwei Millionen Euro „Stadt-Geld“ an ihre Einwohner in Form von Gutscheinen aus. Das soll der Coronakrise entgegenwirken und lokale Betriebe stützen.

Ab Freitag ist das „Stadt-Geld“ in Marburg gültig. Seit Montag verschickt die Stadt entsprechende Gutscheine an ihre Einwohner. Um den Auswirkungen der Coronakrise auf die lokale Wirtschaft entgegenzuwirken, hatte Marburg zuletzt ein Maßnahmenprogramm aufgelegt

Eine der darin enthaltenen Maßnahmen ist das „Stadt-Geld“: Die Stadt verteilt Gutscheine in einem Volumen von knapp zwei Millionen Euro, die zu Umsatzimpulsen für örtliche Betriebe führen sollen.

„Der Kern der Aktion ist, die Menschen zu motivieren, in unserer Stadt einzukaufen“, sagt Oberbürgermeister und Kämmerer Thomas Spies (SPD). Marburg versteht sich mit der Aktion nach eigenen Angaben „als Vorbild für Hessen und Deutschland“. Im Kampf gegen die Coronakrise leiste diese Aktion einen „wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit“, so Spies.

„Stadt-Geld“ mit 20- und 50-Euro-Gutscheinen

Konkret erhalten alle 75.517 Marburger Einwohner, die zum 31. Mai mit Hauptwohnsitz in der Stadt gemeldet waren, einen 20-Euro-Coupon. Unter den Gutscheinbriefen sind 10.304 Schreiben, die sich an Familien richten: Diese erhalten pro Kind jeweils einen 50-Euro-Gutschein.

Vorab konnten sich die Gewerbetreibenden, die an der Aktion teilnehmen wollen, über ein Händlerportal registrieren. Den Gegenwert zu den eingelösten Gutschein bekommen sie später aus der Stadtkasse ersetzt.

„Stadt-Geld“ Teil eines Maßnahmenbündels

Das „Stadt-Geld“ ist Teil eines Maßnahmenbündels gegen die Coronakrises. Dieses beinhaltet unter anderem diverse Marketingaktionen.

Zudem gewährt die Stadt Rabatte auf ÖPNV-Tickets und auf das Parken in lokalen Parkhäusern. Auch dafür sind Rabattgutscheine im Umlauf, die über die lokalen Geschäfte verteilt werden. Diesbezüglich steht ein Budget von 120.000 Euro bereit.

a.erb(*)derneuekaemmerer(.)de

Mehr dazu, wie Kämmerer mit der Coronakrise umgehen, finden Sie auf unserer DNK-Themenseite.