Die deutschen Gemeinden und Gemeindeverbände konnten ihre Schulden in den ersten neun Monaten 2019 um 2,2 Prozent reduzieren.

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20.12.19
Haushalt

Gemeinden reduzieren Schulden in den ersten drei Quartalen

Deutschlands Kommunen haben ihre Schuldenlast in den ersten neun Monaten 2019 nach unten gedrückt. Damit trotzen sie dem Trend im Öffentlichen Gesamthaushalt.

Der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände (ohne Stadtstaaten) hat sich in den ersten neun Monaten reduziert. Wie das Statistische Bundesamt Destatis mitteilt, sind die Verbindlichkeiten im Vergleich zum Jahresende 2018 um 2,2 Prozent auf 129,8 Milliarden Euro zurückgegangen. Besonders stark sanken die Schulden auf Gemeindeebene in Brandenburg und Baden-Württemberg (jeweils um 7 Prozent), Niedersachsen (4,4 Prozent) und Sachsen (4,2 Prozent). 

Doch nicht in allen Bundesländern reduzierten die Gemeinden ihre Verbindlichkeiten. So stiegen die Schulden in Mecklenburg-Vorpommern seit Jahresbeginn um 5,3 Prozent. Auch in Schleswig-Holstein (2,4 Prozent) und Hessen (0,5 Prozent) gelang es Kommunen nicht, den Schuldenstand zu senken.

Bremer Schulden steigen um 43 Prozent

Damit trotzen die Gemeinden und Gemeindeverbände dem Trend des Öffentlichen Gesamthaushalts. Hier hat der Schuldenstand laut Destatis seit Beginn des Jahres um 0,7 Prozent auf etwas mehr als 1.930 Milliarden Euro zugelegt. 

Der Anstieg liegt vor allem an der höheren Verschuldung der Länder: Laut Destatis beliefen sich diese Ende des dritten Quartals 2019 auf 587,8 Milliarden Euro. Das sind 17,2 Milliarden Euro mehr als noch zum Jahresende 2018. Allein in Bremen stiegen die Verbindlichkeiten im vergleichbaren Zeitraum um fast 43 Prozent auf über 31 Milliarden Euro.

Der Bund hat seine Schulden im gleichen Zeitraum um 500 Millionen Euro indes reduziert und wies Ende September Verbindlichkeiten von 1.200 Milliarden Euro aus.

j.eich(*)derneuekaemmerer(.)de