Stadtwerke-Insolvenz

05.01.16 13:54

Gera kauft Flugplatz

Von der Insolvenz der Geraer Stadtwerke war auch der Flugplatz Gera-Leumnitz betroffen. Nun hat die Stadt das Flugplatz-Grundstück aus der Insolvenzmasse erworben. Zukünftig soll der Flugplatz Gewinne für die Stadt abwerfen.

Quelle: picture-alliance/ZB

Die Stadt Gera hat das Gelände des Flugplatzes Gera-Leumnitz gekauft.

Die Stadt Gera hat das Grundstück des Flugplatzes Gera-Leumnitz gekauft. Das teilte der Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Dienstag mit. Das Grundstück gehörte bisher der Stadtwerketochter FGG Flugbetriebsgesellschaft mbh Gera und war damit Teil der von Jaffé verwalteten Insolvenzmasse.

 

Die FGG war im Sommer 2014 mit den Stadtwerken Gera in die Insolvenz gerutscht. Grund war, dass die Stadtwerke die FGG mit Zuschüssen quersubventioniert hatten, diese Zuschüsse fielen mit der Insolvenz der Stadtwerke weg. Der Flugbetrieb wurde in der Zwischenzeit von der privaten Gesellschaft C&L systems LFDU aufrechterhalten. Der zwischen Stadt und C&L im Oktober 2014 zunächst für ein Jahr abgeschlossene Vertrag wurde mit dem aktuellen Grundstückserwerb durch die Stadt nun verlängert.

 

Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn (parteilos) zeigte sich angesichts des Kaufs zufrieden. Der Flugplatz sei für den Wirtschaftsstandort Gera von großer Bedeutung. „Mit der jetzt abgeschlossenen Transaktion ist ein entscheidender Beitrag zu seiner Bestandssicherung geleistet worden. Das ist ein weiteres positives Signal für die hier ansässigen Unternehmen und Vereine“, so die Politikerin.

 

Wie viel die Stadt für das Flugplatzgelände bezahlt hat, ist nicht bekannt. Die Entscheidung des Stadtrates fiel in einer nicht-öffentlichen Sitzung. Stadtsprecher Uwe Müller sagte gegenüber DNK, dass der Flugplatzbetreiber keine öffentlichen Zuschüsse erhält. „Die Zeiten, in denen wir Geld zuschießen mussten, sind vorbei. Durch die Pacht- und Gewerbesteuereinnahmen verdienen wir mit dem Flugplatz Geld.“

 

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