Nach der Insolvenz

29.07.15 12:01

Geras Stadtwerke trennen sich von Müllverbrennung

Von Katharina Gail

Im April trennten sich Geras Stadtwerke von Anteilen am Entsorger GUD, nun wurde auch die Beteiligung an einer Müllverbrennungsanlage verkauft. Der vielbesprochene Ausverkauf ist damit noch nicht beendet. Im Hintergrund stehen weitere Beteiligungen zur Disposition.

Die insolventen Stadtwerke Gera haben ihre Beteiligung an der Müllverbrennungsanlage in Zorbau bei Weißenfels in Sachsen-Anhalt verkauft. 25,1 Prozent der Anteil daran wurden von der bisherigen Mitgesellschafterin Sita Deutschland GmbH übernommen. Damit sei das Entsorgungsunternehmen nun alleinige Eigentümerin der Müllverbrennung, teilte Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Dienstag mit. Über den Verkaufserlös wollte Jaffé laut Medienberichten nicht sprechen.

 

Die Stadtwerke hatten vor mehr als einem Jahr Insolvenz angemeldet. Wenig späten folgten die Tochterunternehmen Geraer Verkehrsbetrieb und die Flugbetriebsgesellschaft Gera-Leumnitz. Um die Forderungen der Gläubiger in Höhe von 160 Millionen Euro zu bedienen, waren im April dieses Jahres bereits die Anteile am Entsorger GUD veräußert worden. Verhandelt werden soll aktuell außerdem über den Verkauf des städtischen Wohnungsunternehmens Elstertal sowie über die kommunale Tochter Geraer Verkehrsbetrieb. Über letztere hatte es im März schon einmal geheißen, ein Investor interessiere sich für das Unternehmen.

 

k.gail@derneuekaemmerer.de