Rechenfehler mit Folgen in Gießen

30.05.18 14:47

Gießen: Verwaltung verwechselt brutto und netto

Von Ariane Mohl

Bei einem Bauprojekt hat die Verwaltung der Stadt Gießen Brutto- und Nettokosten verwechselt – mit fatalen Folgen. Die Stadt muss für einen Bahntunnel nun deutlich tiefer in die Tasche greifen als geplant.

Ein Rechenfehler im Zusammenhang mit einem Bauprojekt kommt die Stadt Gießen teuer zu stehen. Weil die Verwaltung bei der Kalkulation der Kosten für den Bau eines Bahntunnels brutto und netto durcheinandergebracht hat, muss die Stadt nun deutlich mehr Geld an die Deutsche Bahn überweisen als ursprünglich eingeplant.

 

Eigentlich sollte der Bahntunnel 2,5 Millionen Euro kosten. Daraus wurden nun 3,6 Millionen Euro. Davon resultieren 600.000 Euro aus gestiegenen Baukosten, der Rechenfehler der Verwaltung schlägt nach Angaben der Stadt mit immerhin 500.000 Euro zu Buche.

 

„Das ist kein Glanzstück für die Stadt“, kommentierte Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich (Grüne) den Vorfall. Zu der Frage, ob der Rechenfehler Konsequenzen für den oder die zuständigen Mitarbeiter haben wird, wollte sich die Stadt Gießen nicht äußern. 

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de