Stadt Hanau

Um die Kreisfreiheit voranzutreiben, hat die Stadt Hanau einen Brief an den hessischen Ministerpräsidenten auf den Weg gebracht.

Austritt aus dem Landkreis beschlossen

21.08.18 11:07

Hanauer Stadtverordnete stimmen für Kreisfreiheit

Von Ariane Mohl

Die Stadtverordnetenversammlung hat den Startschuss für die Kreisfreiheit der Stadt Hanau gegeben. OB Claus Kaminsky rechnet durch den Austritt aus dem Main-Kinzig-Kreis mit einem Haushaltsplus und stellt mehr Bürgernähe in Aussicht.

Der Austritt der Stadt Hanau aus dem Main-Kinzig-Kreis ist beschlossene Sache. Am gestrigen Montag stimmten die Stadtverordneten einstimmig für die von Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) vorangetriebene Kreisfreiheit. „Die breite Mehrheit dokumentiert deutlich, dass es sich bei dieser Neuausrichtung zugunsten der Kreisfreiheit weder um eine parteipolitische noch um eine koalitionspolitische, sondern allein um eine epochale Entscheidung im Interesse unserer Stadt handelt“, kommentierte der OB das Votum.

 

Die stark wachsende Stadt Hanau will den Landkreis verlassen, um ihre Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten auszuweiten. Bereits heute erbringe die stark wachsende Stadt Hanau Leistungen, die üblicherweise bei den Landkreisen angesiedelt sind, betont Kaminsky. Er sei der festen Überzeugung, dass Hanau als kreisfreie Stadt die Interessen der Bürger sehr viel besser wahrnehmen könne als in der jetzigen Konstellation.

Was die finanziellen Auswirkungen der Kreisfreiheit angeht, rechnet Kaminsky damit, dass weder die Stadt Hanau noch der Kreis vor finanzwirtschaftliche Probleme gestellt werden. Im Gegenteil: Auf der Basis der aktuellen Zahlen sei für die Stadt Hanau sogar mit einem Haushaltsüberschuss von rund 9 Millionen Euro pro Jahr zu rechnen, falls die Stadt zum 1. April 2021 kreisfrei würde.

 

Dennoch sei der Wunsch nach einem Austritt aus dem Kreis keine Frage, die „abschließend in den Buchungsabteilungen“ geklärt werde. Es gehe vielmehr um neue Partizipationsmöglichkeiten für die Stadt und einen Imagegewinn, der der Stadt beim Wettbewerb um Einwohner und Unternehmen zugute komme, ist der OB überzeugt.  

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de