Haushaltssperre in Hattingen

09.06.17 13:11

Hattingen: Kämmerer Mielke verhängt Haushaltssperre

Von Ariane Mohl

Im vergangenen Jahr schaffte die Stadt Hattingen nach langer Zeit den Haushaltsausgleich. Doch nun musste Kämmerer Mielke eine Haushaltssperre verhängen. Grund sind höhere Sozialausgaben. Bürgermeister Glaser gibt dem Land NRW eine Mitschuld an der Misere.

Frank Mielke, Kämmerer von Hattingen, hat eine Haushaltssperre erlassen. Wie die Stadt mitteilte, liegen ihm „ernsthafte Hinweise darauf vor, dass vor allem im Sozialetat eine deutliche Verschlechterung gegenüber der Haushaltsplanung zu verzeichnen ist“. Mielke will nun gemeinsam mit den anderen Mitarbeitern der Kämmerei prüfen, wo genau die Ursachen der Haushaltsverschlechterung liegen. „Wir können aber schon jetzt sagen, dass uns im Zusammenhang mit der Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten eine negative Entwicklung im siebenstelligen Bereich erwartet“, so der Kämmerer.

 

Hattingens Bürgermeister Dirk Glaser (parteilos) erinnerte daran, dass die Stadt im vergangenen Jahr nach langer Zeit erstmals wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt habe. Angesichts dessen habe die nun drohende Lücke im Sozialetat die Verwaltung hart getroffen. Glaser sieht die Verantwortung für die Haushaltssperre vor allem beim Land Nordrhein-Westfalen: Die Finanzlücke sei im Wesentlichen auf eine geringere Kostenerstattung des Landes zurückzuführen, betonte er.

 

Hattingen hat mehr als 56.000 Einwohner und ist die zweitgrößte Stadt im Ennepe-Ruhr-Kreis in NRW.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de