24.09.15
Haushalt

Haushaltssperre im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

Das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt kann nur noch unbedingt notwendige Ausgaben bewilligen. Es gilt eine Haushaltssperre.

Das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt hat ab sofort eine Haushaltssperre verhängt. Der Grund dafür ist ein zu erwartendes Defizit in Höhe von 2,1 Millionen Euro im Sozialbereich, gab das Landratsamt am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt.

Demnach ordnete Landrat Marko Wolfram (SPD) die Haushaltssperre im Verwaltungshaushalt in Abstimmung mit Kämmerer Ulf Ryschka (SPD) bereits am Dienstag an. Die Kreistagsmitglieder wurden am Dienstagabend informiert. Unter der Haushaltssperre kann die Verwaltung im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung jetzt nur noch unbedingt notwendige Ausgaben bewilligen.

Hauptursache für das prognostizierte Defizit, trotz bereits erfolgter Kürzungen in Höhe von 827.000 Euro, seien erhöhte Ausgaben im Fachbereich Jugend, Soziales und Gesundheit. Etwa im Bereich der Behindertenwerkstätte rechnet das Landratsamt mit Mehrausgaben von 724.000 Euro, bei der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung mit 640.000 Euro, Heimerziehung mit 620.000 Euro, beim Kinderschutz mit 199.000 Euro und bei der Eingliederungshilfe mit 145.000 Euro. Darüber hinaus erwartet Saalfeld-Rudolstadt weniger Einnahmen bei Kostenerstattungen für Heimerziehung in Höhe von 112.000 Euro, heißt es in der Mitteilung. Auch bei den Kitagebühren rechnet das Landratsamt mit Mehrkosten. So fallen allein 101.000 Euro für Kostenübernahmen für Eltern an, die die Gebühren nicht alleine zahlen können.

Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt liegt im südlichen Thüringen und zählt knapp 130.000 Einwohner.

redaktion(*)derneuekaemmerer(.)de