Rückläufige Gewerbesteuern

13.08.15 11:39

Haushaltssperre in Willich

Von Katharina Gail

Etliche Haushaltssperren gingen in der ersten Hälfte dieses Jahres auf unterplanmäßigen Gewerbesteuereinnahmen zurück: in Osnabrück oder Hanau etwa. Nun friert auch das nordrhein-westfälische Willich sein Budget wegen Einnahmeeinbußen ein.

Im nordrhein-westfälischen Willich hat Kämmerer Willy Kerbusch (SPD) am Montag eine Haushaltssperre verhängt. Nach eigenen Angaben sind der Stadt Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Höhe von rund 5 Millionen Euro weggebrochen. Für den laufenden Haushalt habe man ursprünglich mit 35,8 Millionen Euro kalkuliert.

 

Nun will der Stadtrat am 27. August darüber beraten, inwieweit die Sperre langfristig aufrechterhalten bleiben soll. Willichs Kämmerer zeigte sich gegenüber DNK zuversichtlich: Er gehe von einem einstimmigen Ergebnis aus und, dass die vier Fraktionen im Stadtrat die Haushaltssperre mittragen würden.

 

Die rückläufigen Gewerbesteuereinnahmen will der Kämmerer mit Einsparungen in allen Abteilungen kompensieren. 2,4 Millionen des insgesamt 115 Millionen umfassenden Budgets müssten eingespart werden. Darüber hinaus sei er auf die Steuerbescheide angewiesen, die noch eingehen würden.

 

Die Stadt Willich liegt im Regierungsbezirk Düsseldorf und hat rund 51.000 Einwohner.

 

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