Spar-Euro für sparsame Kommunen in Hessen

08.03.17 12:26

Hessen: Sparsame Kommunen ausgezeichnet

Von Ariane Mohl

Sie legen Verwaltungen zusammen und setzen auf das Ehrenamt statt auf teure externe Dienstleister: Zehn hessische Gemeinden wurden mit dem „Spar-Euro“ geehrt.

Der Hessische Städte- und Gemeindebund (HSGB) und der Bund der Steuerzahler haben zehn vorbildliche hessische Kommunen mit dem Spar-Euro ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung werden Städte, Gemeinden und Landkreise geehrt, die sich durch gutes Wirtschaften, die Förderung des Engagements von Bürgern und Vereinen oder interkommunale Zusammenarbeit hervorgetan haben.

 

Für ihre vorbildliche Flüchtlingshilfe ist die nordhessische Gemeinde Burgwald ausgezeichnet worden. Die Verwaltung habe die Arbeit der Ehrenamtlichen hervorragend koordiniert und habe so erhebliche Summen eingespart, heißt es in der Begründung der Jury.

Vogelsberg-Kommunen sparen gemeinsam

Die Vogelsberg-Gemeinden Feldatal, Grebenau, Romrod und Schwalmtal wurden für ihre interkommunale Zusammenarbeit geehrt. Innerhalb kurzer Zeit schufen sie einen Verwaltungsverband, der den Bürgern bessere Leistungen biete und zugleich Kosten senke, beispielsweise weil weniger Personal gebraucht wird, gemeinsame Anschaffungen günstiger sind oder weniger Aufgaben von externen Dienstleistern erledigt werden müssen.

 

Ein weiterer Spar-Euro ging an die Gemeinde Poppenhausen an der Wasserkuppe, die sich durch einen besonders kostengünstigen Bau von Abwasseranlagen hervorgetan hat. Um Geld zu sparen, setzte man verstärkt auf Eigenleistungen von Anwohnern und dem städtischen Bauhof. Zudem konnten teure Leitungen eingespart werden, weil man statt einer zentralen Lösung für alle Häuser, auch Klein- und Gruppenkläranlagen installierte.

 

Ein Sonderpreis ging an die künftige Stadt Oberzent im Odenwald, die durch eine freiwillige Fusion der Gemeinden Beerfelden, Hesseneck, Rothenberg und Sensbachtal entsteht (vgl. DNK 1/2017).

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de