Flüchtlingskrise

16.09.15 15:53

Jugendämter müssen deutlich mehr Kinder in Obhut nehmen

Von Katharina Schlüter

Mit der Flüchtlingskrise reisen deutlich mehr Kinder und Jugendliche unbegleitet nach Deutschland ein. Für die Jugendämter ist dies eine große Herausforderung.

Auch die Jugendämter stellt die Flüchtlingskrise vor große Herausforderungen: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte, haben die Jugendämter in 2014 insgesamt 48.100 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Im Vergleich zu 2013 entspricht dies einem Anstieg von 14 Prozent.

 

Wesentlicher Grund für diesen Anstieg ist laut Destatis die stark steigende Anzahl von unbegleiteten Minderjährigen, die nach Deutschland einreisen. So seien 2014 rund 11.600 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung nach Deutschland gekommen. Im Vergleich zu 2013 entspricht dies einem Anstieg von 77 Prozent. Der Zuwachs bei den Inobhutnahmen im Jahr 2014 resultierte laut Destatis mit einem Anteil von 85 Prozent ganz überwiegend aus den unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland.

 

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