06.09.16
Haushalt

Kämmerer der Stadt Erkrath erlässt Haushaltssperre

Weil die Neuansiedlung von Unternehmen nicht so gut geklappt hat wie erhofft, hat der Kämmerer der NRW-Stadt Erkrath eine Haushaltssperre verhängt. Zusätzlich belasten hohe Personal- und Baukosten den Etat der Stadt.

Thorsten Schmitz, Kämmerer der Stadt Erkrath, hat eine Haushaltssperre verhängt. Die Stadt habe aktuell ein Defizit von rund 7,6 Millionen Euro, sagte er der Rheinischen Post. Mit der Haushaltssperre wolle er verhindern, dass die Stadt in einen Nothaushalt rutsche. Die Sperre sei die einzige Möglichkeit, „Defizite einigermaßen zu begrenzen“.

 

Nach Einschätzung des Kämmerers ist die Stadt vor allem deshalb noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht, weil die Neuansiedlung von Unternehmen nicht so gut geklappt hat wie erhofft. Deshalb seien die Gewerbesteuereinnahmen niedriger ausgefallen als ursprünglich angenommen. Alleine auf diesem Posten gebe es ein 3-Millionen-Euro-Loch in der Stadtkasse. Schuld an der Finanzmisere seien auch hohe Personalausgaben sowie teure Baumaßnahmen.

 

Ende des Monats sollen die Finanzen der Stadt erneut auf den Prüfstand gestellt werden. Auf dieser Grundlage will Schmitz dann entscheiden, ob weiter gespart werden muss.

 

Erkrath hat rund 45.400 Einwohner und liegt im Kreis Mettmann in Nordrhein-Westfalen.

 

a.mohl(*)derneuekaemmerer(.)de