Haushaltssperre in Marsberg

11.07.17 10:27

Kämmerer der Stadt Marsberg verhängt Haushaltssperre

Von Ariane Mohl

Weil die vom Land gezahlten Erstattungen für Asylbewerber nicht reichen, hat der Kämmerer der Stadt Marsberg im Sauerland die Notbremse gezogen. Auch eine höhere Jugendamtsumlage belastet den Haushalt der Kleinstadt.

Der Marsberger Kämmerer Antonius Löhr hat nach Informationen der Westfalenpost eine Haushaltssperre verfügt. Grund sind nach Angaben der Stadt Mehrbelastungen bei der Jugendamtsumlage des Hochsauerlandkreises sowie höhere Ausgaben für Asylbewerber. Die vom Land gezahlten Erstattungen seien nicht ausreichend, heißt es von Seiten der Stadt. Marsberg bleibe auf den Kosten für geduldete Asylbewerber komplett sitzen. Zudem müsse man für weitere Neuankömmlinge weitere Wohnungen vorhalten. Auch diese Kosten verblieben bei der Stadt.

 

Löhr will nun bei Energiekosten, Spielplätzen und Straßenreparaturen vorerst auf die Kostenbremse gehen. Insgesamt hat der Kämmerer laut Westfalenpost Einzelpositionen mit einem Volumen von insgesamt 435.000 Euro vorerst gesperrt.

 

Marsberg hat rund 20.000 Einwohner und liegt im nordöstlichen Teil des Sauerlandes.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de