KfW-Studie zur Sanierung von Schulen

26.09.16 13:29

KfW-Studie: Kommunen investieren zu wenig in Sanierung von Schulen

Von Ariane Mohl

Deutsche Kommunen geben heute laut einer Studie der KfW viel weniger Geld für die Modernisierung von Schulen aus als noch vor 20 Jahren. Zudem gibt es große Unterschiede zwischen finanzstarken und finanzschwachen Bundesländern.

Städte und Gemeinden geben zu wenig Geld für die Modernisierung von Schulgebäuden aus. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der KfW-Bankengruppe. Im vergangenen Jahr investierten die Kommunen laut Studie rund 2,9 Milliarden Euro in Baumaßnahmen im Schulbereich – rund 115 Millionen Euro mehr als im Jahr 2014.

 

Allerdings sei für die Jahre davor ein kontinuierlicher Rückgang der Investitionen für die Modernisierung von Schulgebäuden zu verzeichnen. Im Jahr 1995 entfielen noch über 45 Prozent der kommunalen Gesamtausgaben auf die Sanierung von Schulen. 2015 waren es nur noch 25 Prozent.

Große Spanne bei den kommunalen Investitionen

Zudem gebe es große Unterschiede zwischen den Kommunen in den Flächenländern. Die Spanne der höchsten zu den niedrigsten kommunalen Ausgaben für die Schulmodernisierung reicht von 547 Euro (Bayern) bis zu 72 Euro (NRW) pro Schüler im Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2014. Insbesondere Kommunen mit angespannter Haushaltslage hätten kaum noch genug Mittel für die Schulsanierung. Gerade viele strukturschwache Kommunen, darunter auch die Großstädte, seien in fiskalischer Hinsicht besonders stark eingeschränkt.  

 

KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner sieht angesichts des gigantischen Investitionsstaus alle föderalen Ebenen in der Pflicht. „Zudem können ein professionelles Gebäudemanagement und die Prüfung alternativer Beschaffungs- und Finanzierungsformen sinnvoll sein, um den Bau besserer Schulgebäude in den Kommunen voran zu bringen.“

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de