22.03.17
Haushalt

Kita-Ausbau: Bund stellt mehr als eine Milliarde Euro zusätzlich zur Verfügung

Der Bund will Länder und Kommunen beim Kita-Ausbau unter die Arme greifen und dabei helfen, deutschlandweit 100.000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder unter sechs Jahren zu finanzieren. Verteilt werden die Gelder entsprechend der Zahl der Vorschulkinder.

Bis zum Jahr 2020 will der Bund gemeinsam mit den Bundesländern zusätzliche 100.000 Kita-Plätze für Kinder im Vorschulalter schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, beteiligt sich der Bund von 2017 bis 2020 mit weiteren 1,126 Milliarden Euro am Sondervermögen „Kinderbetreuungsausbau“. Die Gelder des Bundes sollen für Neu-, Aus- und Umbauten sowie für Sanierungen, Renovierungen und Ausstattungsinvestitionen verwendet werden können. Für was die Mittel im Einzelnen ausgegeben werden, entscheiden die Länder.

 

Im Gesetzentwurf kommt die Bundesregierung zum Ergebnis, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen durch die steigende Geburtenrate sowie den Flüchtlingszuzug weiter wachsen werde. Bei den unter Dreijährigen sei die Betreuungsquote von 17,6 Prozent im Jahr 2008 zwar auf 32,7 Prozent im Jahr 2016 gestiegen. Eine Befragung des Deutschen Jugendinstituts habe jedoch gezeigt, dass sich 43,2 Prozent der Eltern einen Betreuungsplatz für ihre Kinder unter drei Jahren wünschen.

Kita-Ausbau: So werden die Gelder verteilt

Die Mittel aus dem Bundessondervermögen sollen entsprechend der Anzahl der Kinder unter sechs Jahren bereitgestellt werden.

 

Mit dem Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ hat sich der Bund zwischen 2008 und 2018 bereits mit insgesamt 3,28 Milliarden Euro am Ausbau der Kindertagesbetreuung beteiligt. Weitere 6,26 Milliarden Euro stellte der Bund an Betriebskostenzuschüssen zur Verfügung.

 

a.mohl(*)derneuekaemmerer(.)de