Gemeinsame Antworten auf den Kohleausstieg gesucht

22.01.18 09:39

Kohleausstieg: Kommunen wollen Strukturwandel gemeinsam meistern

Von Melanie Weber

Neun Kommunen in Ostdeutschland planen ein gemeinsames Strukturwandelprojekt, um den Kohleausstieg in der Region zu managen. Mit mehreren gezielten Maßnahmen soll die Attraktivität der Region gesteigert werden.

Neun Kommunen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wollen sich zusammentun, um sich für den Ausstieg aus dem Braunkohleabbau zu wappnen. Ziel der interkommunalen Zusammenarbeit ist es, die Attraktivität der Region durch neue Jobmöglichkeiten und bessere Verkehrsanbindungen zu steigern, berichtet die Leipziger Volkszeitung. Hierfür stehen den Kommunen in den nächsten 10 Jahren Fördergelder von Bund und Ländern in Höhe von mindestens 16 Milliarden Euro zur Verfügung. 

 

Der südwestlich von Leipzig gelegene Burgenlandkreis soll das gemeinsame Vorgehen koordinieren, teilte Landrat Götz Ulrich (CDU) mit. Zu den Aufgaben des Kreises werde es gehören, die eingeworbenen Fördermittel zu verwalten. Zudem werde der Burgenlandkreis gegenüber Bund, Ländern und EU als zentraler Ansprechpartner auftreten.

 

Erste Ideen gibt es laut Ulrich bereits: So spiele der Burgenlandkreis mit dem Gedanken, ein mitteldeutsches Innovationszentrum aufzubauen. Angedacht seien zudem Verbesserungen auf den Bahnstrecken zwischen Leipzig, Zeitz und Gera. Die Region könnte so an Attraktivität für Berufspendler gewinnen, hofft der Landrat.  

 

melanie.weber@frankfurt-bm.com