08.12.15
Haushalt

Kommunen nutzen Einsparpotentiale nicht

Der thüringische Landesrechnungshof empfiehlt Kommunen, die Straßenbeleuchtung zu modernisieren. Dies würde die kommunalen Haushalte deutlich entlasten.

14 Millionen Euro Energiekosten könnten thüringische Kommunen durch eine Modernisierung der Straßenbeleuchtung jährlich einsparen. Dies ist ein Ergebnis der vom thüringischen Landesrechnungshofs durchgeführten und an diesem Montag veröffentlichten Querschnittsprüfung „Kommunale Straßenbeleuchtung“. Der Landesrechnungshof hatte im Zeitraum Juli 2014 bis August 2015 die Straßenbeleuchtung von 228 thüringischen Kommunen untersucht.

 

Das signifikante Einsparpotential ergibt sich aus Sicht der Prüfer aus zwei Faktoren: Zum einen setzen die Kommunen derzeit nach wie vor auf eine überholte Technik. So seien die derzeit installierten Leuchtmittel im Durchschnitt 18 Jahre alt, nur 3 bis 4 Prozent der Straßenlampen seien mit modernen und deutlich effizienteren Leuchtdioden (LEDs) ausgestattet. Zum anderen entfallen 60 Prozent der gesamten kommunalen Stromkosten auf die Beleuchtung von Straßen, die Straßenbeleuchtung stelle einen „Kostenfresser im kommunalen Haushalt“ dar, so der Rechnungshof.

 

In seinem Bericht empfiehlt der Rechnungshof den Kommunen daher, die Straßenbeleuchtung zu modernisieren. Über eine ratierliche Kreditaufnahme sei dies auch finanzschwachen Kommunen möglich.

 

k.schlueter(*)derneuekaemmerer(.)de