Prüfbericht des Landesrechnungshofs Schleswig-Holstein

25.05.16 17:11

Landesrechnungshof fordert: Stadt soll private Putzkolonnen engagieren

Von Ariane Mohl

Fast 1,3 Millionen Euro pro Jahr gibt die Stadt Schleswig für die Reinigung ihres Gebäudebestandes aus. Zu viel, findet der Landesrechnungshof und empfiehlt den Einsatz privater Putzkräfte.

Die Stadt Schleswig gibt zu viel Geld für die Reinigung ihres Gebäudebestandes aus. Zu diesem Ergebnis kommt der Landesrechnungshof Schleswig-Holstein in seinem jährlichen Prüfbericht, aus dem die Schleswiger Nachrichten zitieren. Demnach schlägt die Reinigung der insgesamt rund 67.000 Quadrat großen Flächen pro Jahr mit 1,27 Millionen Euro zu Buche. Nach Einschätzungen des Landesrechnungshofes könnte die Stadt 329.000 Euro sparen, wenn sie statt der eigenen Angestellten private Putzkräfte beschäftigen würde.

 

Nach Informationen der Schleswiger Nachrichten arbeiten derzeit 60 Reinigungskräfte in Teilzeit für die Stadt. Sie werden nach Tarif bezahlt.

 

Die Stadt Schleswig will den Einsparvorschlag des Landesrechnungshofes nun prüfen. Die Gewerkschaft Verdi warnt bereits jetzt davor, auf die Leistungen privater Anbieter zu setzen. Andere Kommunen hätten die Erfahrung gemacht, dass die Qualität der Reinigung nachlässt, wenn Private zum Einsatz kommen, zitieren die Schleswiger Nachrichten Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Ute Dirks.   

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de