Vattenfall setzt auf erneuerbare Energien

14.10.14 14:13

Lausitz: Tillich und Woidke wollen Braunkohle retten

Von Ina Bullwinkel

Die Ministerpräsidenten Sachsens und Brandenburgs, Stanislaw Tillich (CDU) und Dietmar Woidke (SPD), wollen verhindern, dass der schwedische Staatskonzern Vattenfall seine Braunkohlekraftwerke in der Lausitz schließt. Nachdem der neue schwedische Ministerpräsident, Stefan Löfven, mit seiner rot-grünen Regierung in der Energiepolitik vor allem auf erneuerbare Energien setzt, sind Sachsen und Brandenburg alarmiert.

Am Montag haben sich Tillich und Woidke nun in einem Brief an den schwedischen Ministerpräsidenten gewandt. In dem Brief weisen sie auf die existenzielle Bedeutung des Braunkohlebergbaus und die wirtschaftlich schwierige Situation in der Lausitz hin: „In dieser strukturschwachen Region sind rund 30.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt vom Braunkohleabbau und der Braunkohleverstromung abhängig.“ Mit den bisherigen und noch geplanten erheblichen Investitionen biete die Braunkohle außerdem insbesondere jungen Menschen eine Perspektive und verhindere ihre Abwanderung aus der Region.

Derweil wird auch auf Bundesebene über die Zukunft der Kohlekraftwerke in Deutschland diskutiert. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und neuerdings auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) streben eine Reduzierung der Kohlekraftwerke an. Damit wollen SPD und Grüne vor allem Klimaziele erreichen und den Kohlendioxidausstoß verringern. Die Union hingegen ist strikt gegen den Kohleausstieg und verweist auf steigende Strompreise für Industrie und Privatleute.

Quellen: F.A.Z., Der Neue Kämmerer