Vizekanzler Gabriel stellt sich hinter die Streikenden

07.05.15 18:07

Mehr Geld für alle?

Von Katharina Schlüter

Viele Eltern stehen ab Freitag vor verschlossenen Kitatüren. Gleichzeitig hofft Verdi, dass eine so erzwungene Einigung auch die Verhandlungen um die tarifliche Eingruppierung aller zwei Millionen kommunaler Angestellter wieder in Gang bringen könnte.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hofft, dass der aktuelle Tarifkampf der Sozialberufe auch die seit Jahren laufenden Verhandlungen um die tarifliche Eingruppierung aller zwei Millionen Angestellten von Städten und Gemeinden in Gang bringen könnte. Dies machte Gewerkschaftschef Frank Bsirske am Mittwoch deutlich. Mit Streiks sei hier allerdings nicht zu rechnen, da man im Rahmen der laufenden Verhandlungen an die Friedenspflicht gebunden sei, so ein Verdi-Sprecher gegenüber DNK. Sollte sich Verdi mit dem neuen Regelwerk durchsetzen, stehen die Kommunen vor erheblichen Mehraufwendungen: Bsirske sprach am Mittwoch von 0,5 Milliarden Euro Mehraufwand pro Jahr, der Verband kommunaler Arbeitgeber (VKA) schätzt diesen auf 1,5 Milliarden Euro.


In den aktuellen Streit um die von Verdi geforderte Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes sind neben Kitaerziehern auch Sozialarbeiter und Beschäftige von Behinderteneinrichtungen aufgerufen. Der VKA verurteilte den Streik scharf und forderte Verdi auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) stellte sich derweil hinter die Streikenden. In einem Brief an SPD-Kommunalpolitiker forderte Gabriel laut F.A.Z. mehr Geld und Wertschätzung für die Beschäftigten. "Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass diese hochwertige und anspruchsvolle Tätigkeit als schlechtbezahlter ,Frauenberuf' etikettiert wird", heißt es in dem Schreiben Gabriels.

 

k.schlueter@derneuekaemmerer.de

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hofft, dass der aktuelle Tarifkampf der Sozialberufe auch die seit Jahren laufenden Verhandlungen um die tarifliche Eingruppierung aller zwei Millionen Angestellten von Städten und Gemeinden in Gang bringen könnte. Dies machte Gewerkschaftschef Frank Bsirske am Mittwoch deutlich. Mit Streiks sei hier allerdings nicht zu rechnen, da man im Rahmen der laufenden Verhandlungen an die Friedenspflicht gebunden sei, so ein Verdi-Sprecher gegenüber DNK. Sollte sich Verdi mit dem neuen Regelwerk durchsetzen, stehen die Kommunen vor erheblichen Mehraufwendungen: Bsirske sprach am Mittwoch von 0,5 Milliarden Euro Mehraufwand pro Jahr, der Verband kommunaler Arbeitgeber (VKA) schätzt diesen auf 1,5 Milliarden Euro.


In den aktuellen Streit um die von Verdi geforderte Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes sind neben Kitaerziehern auch Sozialarbeiter und Beschäftige von Behinderteneinrichtungen aufgerufen. Der VKA verurteilte den Streik scharf und forderte Verdi auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) stellte sich derweil hinter die Streikenden. In einem Brief an SPD-Kommunalpolitiker forderte Gabriel laut F.A.Z. mehr Geld und Wertschätzung für die Beschäftigten. "Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass diese hochwertige und anspruchsvolle Tätigkeit als schlechtbezahlter ,Frauenberuf' etikettiert wird", heißt es in dem Schreiben Gabriels.

 

k.schlueter@derneuekaemmerer.de