Keine Deckelung für Bierpreise auf dem Oktoberfest

18.05.17 13:09

München: Stadtrat lehnt Bierpreisbremse auf dem Oktoberfest ab

Von Ariane Mohl

Die Deckelung der Bierpreise auf dem Münchner Oktoberfest ist vom Tisch. Bürgermeister Schmid scheiterte mit seinem Vorstoß an der Stadtratsmehrheit, die den Alleingang des CSU-Politikers scharf kritisierte.

Münchens Bürgermeister Josef Schmid (CSU) ist mit seinem Vorstoß gescheitert, auf dem Oktoberfest eine Bierpreisbremse einzuführen. Mit großer Mehrheit lehnte es der Stadtrat am gestrigen Mittwoch ab, den Preis für eine Maß Bier für drei Jahre bei 10,70 Euro zu deckeln. Schmid hatte mit dieser Preis-Obergrenze verhindern wollen, dass die Wiesn-Wirte die höheren Kosten für die Sicherheit – geschätzte 5 Millionen Euro - auf die Gäste umlegen.

 

Schmid hatte laut Süddeutscher Zeitung in der Debatte im Rat betont, dass er dafür Sorge zu tragen habe, dass die Stadt sich ihre Ausgaben für die Absicherung des Oktoberfestes da abhole, „wo die größten Gewinne gemacht werden“.

 

Ratsmitglieder bezeichneten seinen Vorstoß als „populistisch“. Große Verärgerung gab es auch, weil Schmid mit seinem Vorschlag für eine Bierpreisbremse an die Öffentlichkeit gegangen war, ohne sich vorab mit den anderen Ratsfraktionen abzustimmen.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de