Sparplan für Neubrandenburg

14.02.17 10:57

Neubrandenburg macht Weg für Millionenhilfe des Landes frei

Von Anne-Kathrin Meves

Die Stadt Neubrandenburg soll bis zum Jahr 2027 knapp 91 Millionen Euro einsparen und schuldenfrei werden. Das Land schießt einen hohen mehrstelligen Millionenbetrag zu, um der Stadt zu helfen.

Nach langen Verhandlungen haben sich die Stadtvertreter Neubrandenburgs auf ein neues Konzept zur Haushaltssicherung geeinigt. Mit dem Sparkonzept sollen bis 2027 knapp 91 Millionen Euro an Schulden abgebaut werden, meldete der Nordkurier online am Donnerstag.

Seit November 2016 war über das Konzept gestritten worden. „Wir haben lange über unsere Verhältnisse gelebt“, sagte Robert Northoff für die SPD-Fraktion gegenüber Focus Online. Nun sei man es den Kindern schuldig, ein Konzept zum Schuldenabbau vorzulegen.

Das Innenministerium in Schwerin hat der Stadt nach Verabschiedung des Konzepts eine Finanzhilfe von 27 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Es wäre laut Nordkurier die größte Finanzspritze im Nordosten.

Den Großteil der Sparmaßnahmen übernimmt Neubrandenburg selbst. Unter anderem sollen in der Stadtverwaltung und im Eigenbetrieb Immobilienmanagement insgesamt 50 Stellen wegfallen. Außerdem soll der Verkauf von Wohnungen der kommunalen Wohnungsgesellschaft Neuwoges 6,7 Millionen Euro bringen. Auch die Feuerwehr und das Veranstaltungszentrum sollen sparen, beziehungsweise durch die Erhöhung von Vermietungen mehr Geld einbringen. Beim Regionalmuseum, bei der Sportförderung und in der Bibliothek wird ebenfalls der Rotstift angesetzt.

Neubrandenburg ist mit rund 65.000 Einwohnern die nach Rostock und Schwerin größte Stadt des Bundeslandes.

anne-kathrin.meves@frankfurt-bm.com