Haushaltssperre in Neubrandenburg

04.08.16 12:10

Neubrandenburg will Haushaltssperre verhängen

Von Ariane Mohl

Das Innenministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat den Haushalt 2016 der Stadt Neubrandenburg nur mit Auflagen genehmigt. Es müssen mehr als 2 Millionen Euro eingespart werden. Die Stadt sieht sich gezwungen, eine Haushaltssperre zu erlassen.

Neubrandenburg will eine Haushaltssperre erlassen. Das Innenministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern hatte den Haushalt der Stadt zwar genehmigt, aber weitere Sparmaßnahmen angemahnt. So soll die Stadt nach eigenen Angaben fast 2,2 Millionen Euro weniger ausgeben. Zudem deckelte das Ministerium den Höchstbetrag der Kassenkredite auf 95 Millionen Euro. Die Stadt hatte ursprünglich ein Limit von 98 Millionen Euro beantragt.

 

Der im Dezember 2015 von der Stadtvertretung beschlossene Finanzhaushalt sah einen Überschuss von knapp 196.000 Euro vor. Geplant hatte die Stadt nach Informationen der Ostsee-Zeitung mit Ausgaben von 114,3 Millionen Euro. 27,6 Millionen fließen als Umlage an den Landkreis, weitere 21 Millionen Euro sind Personalkosten.

 

Die Stadtvertretung wird am 8.September über die Haushaltssperre entscheiden.

 

Neubrandenburg hat rund 100 Millionen Euro Altschulden. Eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft soll Sparvorschläge erarbeiten. Zusätzlich hofft die Stadt auf Konsolidierungshilfen des Landes.

 

Neubrandenburg hat rund 63.600 Einwohner und ist die Kreisstadt des Kreises Mecklenburgische Seenplatte.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de