Kreisfusion in Niedersachsen

02.11.16 09:05

Niedersachsen: Erste Kreisfusion seit fast 40 Jahren

Von Ariane Mohl

Hohe Schulden und eine überalterte Bevölkerung haben zum Zusammenschluss der Landkreise Osterode und Göttingen geführt. Das Land Niedersachsen belohnt die Fusion mit einer saftigen Finanzspritze.

Quelle: Thinkstock/Getty Images/Andreas Weber

Die Verwaltung des neuen Großkreises wird ihren Sitz in Göttingen haben.

Die niedersächsischen Landkreise Osterode und Göttingen sind am gestrigen Dienstag zum neuen Landkreis Göttingen fusioniert. Es ist der erste Zusammenschluss zweier Landkreise in Niedersachsen seit fast 40 Jahren.

 

Die Kreisfusion wird vom Land Niedersachsen mit 80 Millionen Euro unterstützt. Das Geld soll bei der Entschuldung helfen. Im Gegenzug hat sich der neue Großkreis verpflichtet, zehn Jahre lang ausgeglichene Haushalte vorlegen zu müssen.

 

Der neue Landkreis mit Sitz in Göttingen hat rund 320.000 Einwohner. Osterode soll wichtige Einrichtungen wie die Finanzverwaltung, die Kommunalaufsicht und das Rechnungsprüfungsamt bekommen.

 

Der Niedersächsische Landkreistag begrüßte den Zusammenschluss. Hauptgeschäftsführer Hubert Meyer: „Es handelt sich um eine bundesweit historisch wohl einmalige Konstellation, in der zwei Landkreise ohne äußeren Druck des Landes mit einer zukunftsgerichteten Entscheidung auf Herausforderungen wie den starken demografischen Wandel reagieren.“

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de