Gewerbesteuerrückzahlungen in Braunkohlegebieten

12.08.15 15:37

Ostdeutschland: Vattenfall fordert Gewerbesteuer zurück

Von Katharina Schlüter

Einige Kommunen in Brandenburg und Sachsen müssen sich auf schmerzhafte Gewerbesteuerrückzahlungen einstellen. Der Grund: Aufgrund fallender Strompreise muss der schwedische Energiekonzern Vattenfall sein Braunkohlegeschäft wertberichtigen.

Braunkohletagebau Welzow-Süd

picture alliance/ZB

Blick in den Braunkohletagebau Welzow-Süd in Brandenburg.

Einige ostdeutsche Kommunen stehen vor zum Teil massiven Einbrüchen bei der Gewerbesteuer. Wie der schwedische Energiekonzern Vattenfall am Dienstag laut Süddeutscher Zeitung bestätigte, wird er voraussichtlich die gesamte Gewerbesteuer 2014 zurückfordern und die Steuerzahlungen für 2015 im Vergleich halbieren. Grund sei, dass wegen fallender Strompreise Wertberichtigungen im Braunkohlegeschäft notwendig seien.

 

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung betreibt Vattenfall in Brandenburg und Sachsen fünf Tagebaue und vier Braunkohle-Kraftwerke. Besonders betroffen ist die Region Lausitz.

 

Die Kommunen zeigten sich verärgert. So bezeichnete der Oberbürgermeister von Cottbus Holger Kelch (CDU) den Vorstoß von Vattenfall als „Schlag ins Kontor“. Die Kommunen müssten somit die Energiepolitik des Bundes ausbaden, sagte Kelch am Dienstag vor Journalisten in Cottbus. Auch wenn die Auswirkungen noch nicht konkret beziffert werden könnten, geht Kelch von Ausfällen in Millionenhöhe aus.

 

k.schlueter@derneuekaemmerer.de