05.04.18
Haushalt

Panne bei Kita-Antrag: Jugendamtsleiterin verliert ihren Job

Augsburg zieht Konsequenzen aus dem Debakel um die versäumte Abgabefrist für einen millionenschweren Zuschussantrag. Jugendamtsleiterin Sabine Nölke-Schaufler muss ihren Posten räumen. Zudem sollen bessere Kontrollmechanismen geschaffen werden.

Die Leiterin des Augsburger Amtes für Kinder, Jugend und Familie (AKJF) Sabine Nölke-Schaufler (SPD) verliert ihren Posten. Aufgrund der versäumten Frist für einen Zuschussantrag für nichtstädtische Kitas in Höhe von 28,5  Millionen Euro steht nun als personelle Konsequenz der Wechsel in der Amtsleitung beim AKJF an, teilte die Stadt Augsburg am Dienstag mit. Diese arbeitsrechtliche Maßnahme sei bereits zwischen Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) und Sozialreferent Stefan Kiefer (SPD) abgestimmt. Nach Angaben von Kiefer will die Stadt darüber hinaus die entsprechenden Prozesse optimieren und für schärfere Kontrollen sorgen. Weitere Schritte zur Organisation des Amts seien in Arbeit.

 

Durch die um einen Werktag versäumte Frist bei der Abgabe des Antrags droht Augsburg nun die volle Rückzahlungen der zunächst von der Regierung von Schwaben bewilligten Mittel. Nölke-Schaufler solle eine „angemessene Stelle“ im Sozialreferat erhalten. Über diese Entscheidung sei die 53-Jährige bereits in der vergangenen Woche informiert worden. Bis der personelle Wechsel im Jugendamt vollzogen ist, wird es kommissarisch geleitet, heißt es bei der Stadt Augsburg.

 

Als die Panne um die versäumte Frist Ende März bekannt wurde, hatte Kiefer noch betont, dass es dafür „nachvollziehbare und aus unserer Sicht vor allem aber juristisch haltbare Gründe“ gebe, wie DNK berichtete.

 

Nölke-Schaufler war seit dem Frühjahr 2014 Amtsleiterin beim Jugendamt. Die Personalie hatte von Beginn an für Wirbel gesorgt, meldete die Augsburger Allgemeine. Insgesamt sei die Stelle drei Mal ausgeschrieben worden.

 

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