Bildarchiv der Stadt Böblingen

Böblingen ist die zweitgrößte Stadt im gleichnamigen Landkreis. Rund 365.000 Menschen leben und arbeiten dort in 26 Städten und Gemeinden.

Ranking der wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands

03.01.18 11:06

Regionen-Ranking: Böblingen top, Salzwedel flop

Von Ariane Mohl

Bei der Wirtschaftskraft von Landkreisen und kreisfreien Städten gibt es nach wie vor große regionale Unterschiede, zeigt eine aktuelle Untersuchung. Die Top 10 liegen allesamt in Baden-Württemberg oder Bayern. In vielen ostdeutschen Regionen, aber auch in NRW-Städten, bleibt die Lage schwierig.

Der Landkreis Böblingen ist Deutschlands wirtschaftsstärkste Region. Das ist das Ergebnis des Landkreis- und Städterankings des Wirtschaftsmagazins „Focus Money“. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Ingolstadt und der Landkreis Ebersberg.

 

Schlusslicht des Rankings ist der Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Platz zwei und drei auf der Negativliste gehen in diesem Jahr an zwei Städte in Nordrhein-Westfalen: Bochum und Hagen.

Ranking belegt regionale Disparitäten

Das Regionen-Ranking zeigt einmal mehr, dass es bei der Wirtschaftskraft große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern gibt. Die Top 10 der in den Blick genommenen Landkreise und Städte liegen ohne Ausnahme in Baden-Württemberg und Bayern.

 

Unter den „Sorgenkindern“ auf der Liste befinden sich hingegen nach wie vor überdurchschnittlich viele strukturschwache ostdeutsche Regionen wie das Jerichower Land, Mittelsachsen, die Prignitz oder die Mecklenburgische Seenplatte, die zumeist unter rückläufigen Bevölkerungs- und Erwerbstätigenzahlen leiden. Aber auch einige NRW-Städte finden sich dort wieder. Auffallend: Mit der Stadt Köln und dem Rhein-Kreis Neuss haben es gerade mal zwei NRW-Regionen unter die Top 30 geschafft. 

 

Das Ranking basiert auf einem Vergleich der Wirtschaftskraft der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Gemessen wurden die Faktoren Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, Arbeitslosenquote, Bevölkerungswachstum, Erwerbstätigenentwicklung, Investitionen im verarbeitenden Gewerbe je Beschäftigtem, Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigem und verfügbares Einkommen privater Haushalte.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de