Haushaltssperre wegen geringerer Landeszuschüsse

26.10.17 08:54

Rendsburg „verliert“ Einwohner und verhängt Haushaltssperre

Von Ariane Mohl

Die Stadt Rendsburg erhält weniger Landesmittel als erwartet – denn das Statistikamt setzt die Einwohnerzahl niedriger an als die schleswig-holsteinische Stadt selbst. Mithilfe einer Haushaltssperre soll das finanzielle Loch nun gestopft werden. Doch von der Notmaßnahme ist ausgerechnet ein Projekt betroffen, das der Stadt hätte helfen sollen, Geld zu sparen.

Pierre Gilgenast (SPD), Bürgermeister der Stadt Rendsburg, hat eine Haushaltssperre erlassen. Nach Angaben des Rathauses fehlen im Verwaltungshaushalt rund 1,4 Millionen Euro. Eine der Hauptursachen für das Loch im Stadtsäckel: Die Landeszuschüsse werden um rund 500.000 Euro niedriger ausfallen als erwartet. Sie seien nach unten angepasst worden, nachdem das Statistikamt Nord die Einwohnerzahl der Stadt Rendsburg deutlich niedriger angesetzt habe als die Stadtverwaltung, schreiben die Kieler Nachrichten.

 

Paradoxerweise gilt die Haushaltssperre nach Informationen der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung auch für ein Vorhaben, mit dem die Stadt Rendsburg eigentlich Geld sparen wollte. So sollte mithilfe eines externen Gutachtens herausgefunden werden, weshalb die Personalkosten der Stadt so hoch sind. Auch dieses Projekt liegt nun vorerst auf Eis.

 

Rendsburg hat nach Angaben von Statistik Nord 27.247 Einwohner und liegt in der Mitte Schleswig-Holsteins am Ostsee-Kanal.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de