27.02.18
Haushalt

Rhein-Kreis Neuss will Kommunen nicht an Rückzahlung beteiligen

Von den insgesamt 4,8 Millionen Euro, die der Landschaftsverband Rheinland für das Jahr 2017 zurückerstattet hat, soll kein Cent an die Kommunen des Rhein-Kreises Neuss fließen. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke möchte das Geld in den Altschuldenabbau der Kreiskrankenhäuser investieren.

Eine Entscheidung von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke löst Unmut bei den Kommunen im Rhein-Kreis Neuss aus. 4,8 Millionen Euro will der Landschaftsverband Rheinland (LVR) für das Jahr 2017 zurückerstatten, nachdem die Landschaftsumlage um 0,75 Prozentpunkte gesenkt worden war. Doch statt das Geld an die Kommunen weiterzureichen, verfolgt der Landrat andere Pläne. Er will die volle Summe in die Kreiskrankenhäuser investieren, um diese von ihren Altschulden zu befreien, berichtet die Rheinische Post.

 

Helmut Fiebig, Kämmerer der Stadt Meerbusch, ärgert sich über das Vorgehen des Landrats. Er hatte die Rückzahlung in Höhe von 600.000 Euro bereits fest eingeplant. „Letztendlich ist das ein Betrag, den die Bürger aufgebracht haben“, sagte Fiebig der Rheinischen Post. Auch der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer (SPD) kündigte an, gegen die Entscheidung des Landrats vorgehen zu wollen.

 

Der Rhein-Kreis Neuss hat ca. 450.000 Einwohner und liegt in Nordrhein-Westfalen.

 

melanie.weber(*)frankfurt-bm(.)com