Sanierungsstau an Sportstätten

15.02.17 13:01

Schleswig-Holstein: Sanierungsstau bei Sportstätten lösen

Von Anne-Kathrin Meves

Das Land Schleswig-Holstein will in einer gemeinsamen Anstrengung von Bund, Ländern und Kommunen den Sanierungsstau an Sportstätten beheben. Dazu brachte es einen Entschließungsantrag in den Bundesrat ein. Allein in Schleswig-Holstein fehlen demnach 55 Millionen Euro.

Das Land Schleswig-Holstein fordert ein Bundesprogramm zur Sportinfrastrukturförderung. Denn die Sportanlagen entsprechen deutschlandweit vielfach nicht den notwendigen Anforderungen für Sportvereine und Schulen, schreibt der schleswig-holsteinische Ministerpräsident in dem in den Bundesrat eingebrachten Entschließungsantrag, der DNK vorliegt.

„Der Sanierungsstau ist von den Ländern allein nicht zu bewältigen“, heißt es in dem Papier weiter. Eine nachhaltige Lösung sei nur durch eine „gemeinsame Anstrengung von Bund, Ländern und Kommunen“ zu erreichen.

Allein in Schleswig-Holstein besteht demnach ein Sanierungsbedarf von 55 Millionen Euro. Diese Situation spiegele sich auch in allen anderen Bundesländern wider. So ermittelte das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) im Auftrag der KfW-Bankengruppe in ihrer jährlichen bundesweiten Befragung für 2015 einen Investitionsrückstand der Kommunen von insgesamt 136 Milliarden Euro. Darauf entfielen knapp 11 Milliarden Euro auf Sportstätten und Bäder.

anne-kathrin.meves@frankfurt-bm.com