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Nicht nur im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg ist bezahlbarer Wohnraum Mangelware.

Airbnb-Leitfaden für Kommunen

13.09.18 11:52

Studie: Airbnb führt nicht zu Wohnraumverknappung

Von Anne-Kathrin Meves

Eine aktuelle Studie sieht keinen systematischen Zusammenhang zwischen der Verbreitung von privaten Sharing-Angeboten wie Airbnb und der Wohnraumverknappung in boomenden Städten. Dennoch will sie Kommunen einen Leitfaden an die Hand geben.

Das Bundeswirtschaftsministerium sieht keinen Bedarf für neue Regeln bei privaten Wohnungsvermittlern wie beispielsweise Airbnb. Das geht aus einer aktuellen Studie zum Stichwort Wohnraumverknappung hervor, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf die ihr vorab vorliegende Studie. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte die Studie dem Bericht zufolge in Auftrag gegeben.

Kritiker der privaten Sharing-Angebote warnen, dass Airbnb und Co die Wohnraumverknappung vor allem in den Städten weiter verschärfen. Dafür gebe es laut Bericht jedoch keine Anhaltspunkte. „In unserer Studie haben Experten das untersucht und dabei keinen systematischen Wohnraumentzug durch die Sharing Economy gefunden“, zitiert das Handelsblatt Thomas Bareiß, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium.

Dennoch könne eine steigende Zahl privat vermieteter Wohnungen auf lokaler Ebene zu Problemen führen. Die Studie solle daher als Leitfaden für Kommunen dienen, in denen es tatsächlich zu Schwierigkeiten mit den privaten Vermittlern komme. Ein Vorschlag ist laut dem Bericht, „in sogenannten Reallaboren Regulierungen daraufhin auszuprobieren, ob sie wirken“. In Barcelona würde derzeit eine Registrierungspflicht mit der Vergabe einer Identifikationsnummer pro Vermieter und Wohnung erprobt. Ein weiterer Regulierungsvorschlag ist es, eine Anzahl an maximal zulässigen Vermietungstagen festzulegen.

ak.meves@derneuekaemmerer.de