Haushaltssperre wegen hoher Mehrausgaben

21.08.17 14:43

Voerde: Kämmerin verhängt Haushaltssperre

Von Ariane Mohl

Hohe Mehrausgaben im Sozialbereich haben in der NRW-Stadt Voerde zu einer Haushaltssperre geführt. Auch die Befristung der Kostenübernahme für geduldete Flüchtlinge belastet die kommunale Kasse.

Simone Kaspar, Kämmerin der Stadt Voerde, hat eine Haushaltssperre erlassen. Grund sind hohe Mehrausgaben im Sozialbereich. Wie die NRZ berichtet, rechnet Kaspar im Bereich der Hilfen zur Erziehung schlimmstenfalls mit einer Kostensteigerung von 2,17 Millionen Euro. Grund für die Kostenexplosion ist offenbar der Zuzug von mehreren Großfamilien aus anderen Kommunen. Zwölf stationäre Unterbringungen von Kindern schlagen alleine mit rund 570.000 Euro zu Buche.

 

Zu einer weiteren Belastung für den städtischen Haushalt werden zudem geduldete Flüchtlinge. Das Land NRW erstattet die Kosten längstens für die Dauer von drei Monaten. Den Mehraufwand für die Stadt Voerde beziffert Kaspar auf rund 700.000 Euro.

 

Da es in anderen Bereichen des Haushalts positive Entwicklungen gebe, rechnet die Kämmerin unter dem Strich mit Mehrausgaben von rund 800.000 Euro. Das ohnehin schon im Etat einkalkulierte Defizit wird somit nach Kaspars Angaben auf rund 2,2 Millionen Euro steigen.

 

Voerde hat mehr als 36.000 Einwohner und liegt am unteren Niederrhein in Nordrhein-Westfalen.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de