Ergebnisse der DNK-Kämmererbefragung 2015

24.03.15 17:15

Zwei Drittel der Kämmerer für Ex-ante-Rechnungsprüfung

Von Marc-Fabian Körner

Viele Rechnungsprüfungsämter befinden sich derzeit in einem Reformprozess weg von der Ex-post- hin zur Ex-ante-Prüfung. Die Prüfung soll zukünftig projektbegleitend erfolgen und einen stärker beratenden Charakter haben. 67 Prozent der Teilnehmer der DNK-Kämmererbefragung 2015 begrüßen diese Entwicklung.

Aktuelle Überlegungen sehen eine Reform der Arbeitsweise der Rechnungsprüfungsämter vor. Geplant sind verstärkt Ex-ante-Prüfungen anstatt der bisherigen Ex-post-Prüfungen.  Im Rahmen der DNK-Kämmererbefragung 2015 sprachen sich über zwei Drittel der teilnehmenden kommunalen Finanzentscheider (376 von 556) für einen solchen Wandel aus. Nur knapp 10 Prozent der Umfrageteilnehmer sprachen sich gegen diese Entwicklung aus. 20,7 Prozent haben sich noch keine Meinung gebildet. Besonders skeptisch in Bezug auf diese Frage zeigen sich Kämmerer kleinerer Kommunen (5.000 bis 20.000 Einwohner): Hier begrüßen nur 58,7 Prozent die Ex-ante-Prüfung. Im Gegensatz dazu sprechen sich über 80 Prozent der Kämmerer von Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohnern für die Ex-ante-Prüfung aus.


Rund zwei Drittel der Reformbefürworter erhoffen sich, dass dank der Ex-ante-Prüfung „Fehlentwicklungen, z.B. bei Bauprojekten, präventiv aufgedeckt“ würden und die Kommunen so viel Geld sparen könnten. Beinahe 30 Prozent begrüßen, dass die Rechnungsprüfer so stärker mit in der Verantwortung stünden.


Von den knapp 12 Prozent der Kämmerer, die die Ex-ante-Prüfung als nicht sinnvoll erachten, gab bei der Frage nach den Gründen, jeweils rund ein Drittel der Teilnehmer an, dass „sich Prüfung und Beratung gegenseitig ausschlössen“ bzw. „dass den Rechnungsprüfern die nötige Fachkompetenz fehle.“ Nur sechs Umfrageteilnehmer gaben an, dass sie „keine Lust bzw. keine Zeit“ hätten, sich mit den Rechnungsprüfern auseinanderzusetzen.


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