26.09.16
Personen & Positionen

Bonn: Kritik am Auswahlverfahren für Stelle der neuen Kämmerin

Die Stadt Bonn hat in Margarete Heidler eine neue Kämmerin. Doch die Opposition im Rat der Stadt kritisiert, dass es im Auswahlverfahren nicht mit rechten Dingen zugegangen sei.

Die SPD-Fraktion im Bonner Stadtrat kritisiert die Umstände der Wahl der neuen Kämmerin Margarete Heidler (parteilos) scharf. Nach Informationen des Bonner Generalanzeigers wirft SPD-Fraktionschefin Bärbel Richter Oberbürgermeister Ashok Sridharan (CDU) vor, dass das Bewerbungsverfahren nicht lauter gewesen sei. „Unsere Akteneinsicht lässt uns zweifeln, ob wir den Aussagen der Stadtspitze zu dem Verfahren Glauben schenken können.“ Die Akten seien unvollständig gewesen.

 

Vor ihrem Wechsel nach Bonn arbeitete Heidler für die Kölner Unternehmensberatung ifp. Dort sollte sie im Auftrag der Stadt Bonn einen geeigneten Kandidaten für das Familiendezernat suchen. Im August 2016 bewarb sie sich dann selbst für den Posten der Kämmerin – für die Opposition im Rat ein nicht hinnehmbarer Vorgang.

 

Auf die Vorwürfe angesprochen, wies Heidler darauf hin, dass es sich um zwei voneinander getrennte Auswahlverfahren gehandelt habe. Ihr ehemaliger Arbeitgeber sei zu keinem Zeitpunkt für die Suche nach einem Nachfolger für den langjährigen Bonner Kämmerer Ludger Sander zuständig gewesen. 

 

Heidler stammt aus dem baden-württembergischen Schwäbisch-Gmünd. Von 2007 bis 2013 war sie als Erste Bürgermeisterin von Heilbronn unter anderem für die Finanzen der Stadt zuständig.

 

a.mohl(*)derneuekaemmerer(.)de