Papenburger Stadtrat schickt Kämmerer in Pension

23.08.17 14:57

Stadt Papenburg versetzt Kämmerer vorzeitig in Ruhestand

Von Ariane Mohl

Eigentlich endet seine Amtszeit erst in drei Jahren. Doch die Stadt Papenburg hat Kämmerer Martin Lutz wegen angeblicher Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt. Der geschasste Kämmerer schweigt zu dem Vorfall.

Martin Lutz (CDU), Erster Stadtrat und Kämmerer der Stadt Papenburg ist nach Informationen der NOZ vorzeitig in den Ruhestand versetzt worden. Wie die Zeitung berichtet, soll die Versetzung „mit sofortiger Wirkung“, also zum 1. September 2017, in Kraft treten. Regulär hätte die Amtszeit des Kämmerers im Jahr 2020 geendet. Doch laut NOZ war das Arbeitsverhältnis zwischen Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) und Lutz schon seit langem schwierig. 2015 und 2016 nahm die Stadt offenbar sogar die Dienste eines Mediators in Anspruch, um die Zusammenarbeit zu verbessern.

 

Auf ihrer Internetseite teilt die Stadtverwaltung mit, dass man Lutz "wegen Dienstunfähigkeit" vorzeitig entlassen habe. Der geschasste Kämmerer will sich nicht zu der Angelegenheit äußern. Der Ems-Zeitung sagte er, dass ihm seine Anwältin dazu geraten habe. Er selbst wisse nicht, was im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung beschlossen wurde, da er nicht anwesend war. Bürgermeister Bechtluft (CDU) hätte ihm vor der Sitzung nahe gelegt, Urlaub zu nehmen, so Lutz.

 

Im Juni 2016 war eine Abwahl des Kämmerers noch an der Stadtratsmehrheit gescheitert. Wie die NOZ weiter schreibt, soll Lutz‘ Stelle vorerst nicht neu besetzt werden.

 

Papenburg hat mehr als 36.000 Einwohner und liegt im Emsland in Niedersachsen.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de