Geschmacklose „Nazi“-Widmung des Bürgermeisters von Steinau

14.06.17 11:21

Wegen „Nazi-Widmung“: Stadtrat leitet Abwahlverfahren gegen Bürgermeister von Steinau ein

Von Ariane Mohl

Eine im Nazi-Jargon verfasste Widmung in einem Buchgeschenk an den Chef des Hauptamtes wurde dem Bürgermeister der hessischen Kleinstadt Steinau zum Verhängnis. Obwohl er beteuerte, lediglich einen Spaß gemacht zu haben, leitete der Stadtrat ein Abwahlverfahren ein.

Die Stadtverordnetenversammlung der hessischen Kleinstadt Steinau hat am gestrigen Dienstag ein Abwahlverfahren gegen Bürgermeister Malte Jörg Uffeln beschlossen. Uffeln steht in der Kritik, weil er dem Chef des Hauptamts eine Biografie des Hitler-Sekretärs Martin Bormann geschenkt hat und diese mit einer im Nazi-Jargon verfassten Widmung versehen hat. Der Bürgermeister beteuert, dass es sich lediglich um einen Spaß gehandelt habe. Rechtes Gedankengut sei ihm völlig fremd.

 

Der Stadtrat fand die Aktion des Bürgermeisters jedoch gar nicht lustig. Mit der nötigen Zweidrittelmehrheit sprach er sich für ein Abwahlverfahren aus.

 

Steinau hat 10.400 Einwohner und liegt im Main-Kinzig-Kreis im Südosten des Landes Hessen.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de