14.06.17
Prozessmanagement & IT

Darmstadt wird zur digitalen Modellstadt

Darmstadt setzte sich im Wettbewerb „Digitale Stadt“ durch und erhält dadurch Millionenbeträge zum Ausbau der digitalen Infrastruktur. Der Städte- und Gemeindebund hofft, dass auch andere Kommunen von den Erfahrungen Darmstadts profitieren.

Im bundesweiten Wettbewerb um den Titel „Digitale Stadt“ setzte sich im Finale die Stadt Darmstadt gegen ihre Mitbewerber Heidelberg, Kaiserslautern, Paderborn und Wolfsburg durch. Der Wettbewerb wurde von dem Branchenverband Bitkom ins Leben gerufen, um eine „Pilgerstädte der Digitalisierung in Europa zu schaffen“, wie es in der Ausschreibung heißt. Oberbürgermeister Jochen Partsch (Die Grünen) freute sich über diesen Titel. „Diese Auszeichnung ist keine Bürde, sondern eine Ehre“, erklärte er der Echo.

 

Darmstadt soll nun zu einer digitalen Modellstadt ausgebaut werden. Mehr als Privatunternehmen, darunter die Telekom, Vodafone und die Deutsche Bahn, stellen der Siegerstadt Beratungs- und Sachleistungen in zweistelliger Millionenhöhe zur Verfügung. Hinzu kommen 10 Millionen Euro, die das Land Hessen Darmstadt für den Fall des Sieges versprochen hat. Bis 2018 sollen die verschiedensten Bereiche mit den neusten Technologien aufgerüstet werden. Neben dem Verkehrssektor, dem Bildungs-und Gesundheitswesen sollen hier auch Online-Anwendungen der öffentlichen Verwaltung modernisiert werden.

 

Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), hofft, dass durch den Wettbewerb neuer Schwung in das Thema Digitalisierung kommt: „Alle teilnehmenden Städte haben bewiesen, dass es bereits heute möglich ist, durch Digitalisierung die Standortattraktivität und die Lebensqualität vor Ort zu verbessern. Sehr viele Städte und Gemeinden in Deutschland werden nun sehr aufmerksam verfolgen, wie die Umsetzung der Konzepte in der Siegerstadt angegangen wird.“

 

melanie.weber(*)frankfurt-bm(.)com