Mehr staatliches Engagement bei Online-Sicherheit erwünscht

06.09.17 10:07

Digitalisierung: Deutsche fordern mehr Datensicherheit

Von Melanie Weber

Im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung fordern immer mehr Deutsche ein stärkeres Engagement von Bund, Ländern und Kommunen beim Thema Datensicherheit, zeigt eine aktuelle Umfrage. Doch die Zweifel, ob die verschiedenen föderalen Ebenen dieser Aufgabe gerecht werden können, sind groß.

Die Mehrheit der Deutschen ist sich einig: Bund, Länder und Kommunen müssen sich stärker mit dem Thema der Online-Sicherheit befassen. Dies verlangen 85 Prozent der Befragten einer aktuellen Umfrage des deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI). Gleichzeitig trauen jedoch 84 % dem Staat nicht zu, dass er dieser Aufgabe gerecht werden und seine Bürger schützen kann.

 

Laut Umfrage befürworten 80 Prozent der Befragten das Einführen eines offiziellen Sicherheitssiegels, an dem sich vertrauenswürdige Angebote und Dienstleistungen erkennen lassen.

 

Die Mehrheit wünscht sich auch eine zentrale staatliche Stelle, bei der die Verantwortung für alle Fragen rund um das Thema Online-Sicherheit gebündelt sind. Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), dazu: „Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde übernehmen wir gerne diese Verantwortung. Informationssicherheit ist die Voraussetzung einer erfolgreichen Digitalisierung, die Staat, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen erfasst und neue Chancen bietet.“

 

Generell stehen die Befragten der Digitalisierung trotz aller Bedenken und Zweifel positiv gegenüber und wissen um deren Vorteile.

 

Darüber hinaus zeigt die Umfrage, dass die große Mehrheit (90 Prozent) der Befragten selbst entscheiden möchte, ob sie Rechnungen, Kontoauszüge oder andere wichtige Dokumente auf digitalem oder postalischem Wege erhalten.

 

melanie.weber@frankfurt-bm.com