Digitales Zugangstor in allen EU-Mitgliedsstaaten

06.12.17 12:00

E-Government: EU-Kommission beschließt digitales Zugangstor

Von Melanie Weber

Die EU-Kommission will ein zentrales digitales Zugangstor für 13 wichtige Verwaltungsleistungen schaffen. Nutzer in allen Mitgliedsstaaten sollen so leicht und grenzüberschreitend Geburtsurkunden beantragen oder Unternehmen gründen können.

Die EU-Kommission ist sich einig: Künftig sollen alle EU-Bürger 13 wichtige Verwaltungsverfahren wie die Beantragung von Geburtsurkunden, die Unternehmensgründung und die Beantragung von Sozialleistungen online abwickeln können. Möglich machen soll das ein zentrales digitales Zugangstor, das Bürgern und Unternehmen einen leichteren Zugang zu Online-Verwaltungsverfahren sichern soll. Die EU-Kommission verspricht sich davon erhebliche Kosten- und Zeitersparnisse: 11 Milliarden Euro können Unternehmen nach Schätzungen der EU-Kommission pro Jahr sparen. Für die EU-Bürger, die das zentrale digitale Zugangstor nutzen, spricht die Kommission von einer Zeitersparnis von bis zu 855.000 Stunden pro Jahr.

 

Wichtige Daten sollen nach dem Willen der EU-Kommission künftig nur noch einmal erfasst und auf Antrag des Nutzers dann auch anderen Behörden zugänglich gemacht werden. Die EU erhofft sich von dem neuen Vorstoß auch neue Anreize für die Einführung von E-Government-Strategien in den Mitgliedstaaten.

 

melanie.weber@frankfurt-bm.com