Neuorganisation der IT in München

17.02.17 10:19

IT: München stellt Betriebssystem um

Von Anne-Kathrin Meves

Kehrtwende in München: Der Stadtrat hat die Neuorganisation der städtischen IT beschlossen. So soll unter anderem das Betriebssystem der Stadt offenbar von der Linux-Variante Limux wieder auf Windows umgestellt werden.

Die Stadt München stellt ihre IT-Struktur um. Dazu hat der Stadtrat die Gründung eines eigenen IT-Referats beschlossen, das künftig für die gesamte städtische IT zuständig sein soll, heißt es aus dem Münchener Rathaus. In dem Rahmen werde der städtische Eigenbetrieb und Dienstleister it@M dem Referat unterstellt, ebenso die Hauptabteilung IT-Strategie, IT-Steuerung & IT-Controlling im Direktorium (STRAC) wie auch der Vor-Ort-Support.

Die Neuorganisation betrifft laut Mitteilung auch die IT in Schulen und Kindertagesstätten. Geprüft werden soll, das pädagogische Netz möglichst bis Ende 2019 in einem ersten Schritt in eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke München zu überführen, um Verbesserungen in den Bildungseinrichtungen zu ermöglichen.

Von Limux zu Windows

Außerdem hat der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, ein Konzept zu erstellen, wie auf Windows-Basis bis „spätestens Ende 2020 eine stadtweit einheitliche Client-Architektur geschaffen werden kann“. Damit wendet sich München offenbar von dem ab 2004 eingeführten Betriebssystem Limux ab, eine Linux-Variante. Bei den Standardfunktionen wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder Internetbrowser sollen künftig „stadtweit einheitliche marktübliche Standardprodukte“ eingesetzt werden, um „intern wie extern eine höchstmögliche Kompatibilität zu ermöglichen“, heißt es in München.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Meldungen über katastrophale Zustände der Münchener IT gegeben. So legte ein Gutachten des Beratungsunternehmens Accenture Defizite in den Strukturen, der Sicherheit und der Aktualität von Programmen offen, berichtete die Süddeutsche Zeitung.

anne-kathrin.meves@frankfurt-bm.com