Studie zur Behördennummer 115

08.09.16 15:11

Studie: Behördennummer 115 zahlt sich für Kommunen aus

Von Ariane Mohl

Investitionen in die Behördennummer 115 machen sich für Kommunen bezahlt. Nach wenigen Jahren haben sich die Kosten laut einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung am Beispiel der Stadt und des Landkreises Karlsruhe amortisiert. Auf lange Sicht spart der Service Zeit und Geld.

Kommunen, die sich der bundesweit einheitlichen Behördennummer 115 angeschlossen haben, profitieren davon auch finanziell. Zu diesem Ergebnis kommt eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, die Sopra Steria Consulting mit dem Bundesinnenministerium und der Stadt sowie dem Landkreis Karlsruhe durchgeführt hat. Demnach amortisieren sich sämtliche Kosten für die Implementierung, die Weiterentwicklung und den laufenden Betrieb der Behördennummer bereits nach wenigen Jahren.

 

Laut Studie entsteht der monetäre Nutzen hauptsächlich in Form von Zeitersparnis und Kostensenkungen in den jeweiligen Fachabteilungen. Pro Fall beläuft sich der ermittelte Gesamtnutzen demnach auf durchschnittlich 8,34 Euro. Dem stehen Durchschnittskosten von 7,23 Euro gegenüber. Die Kommune spart also 1,11 Euro pro Einzelfall.

 

Bei einem geschätzten Anrufaufkommen von 2,25 Millionen summieren sich die finanziellen Effekte im Fall der Stadt und des Landkreises Karlsruhe in den Jahren 2011 bis 2021 auf mehr als 2,35 Millionen Euro. „Durch unsere Untersuchung konnte erstmals ein messbarer Kostenvorteil der bundeseinheitlichen Rufnummer für Kommunalverwaltungen nachgewiesen werden“, sagt Alina Glenzer, Expertin für E-Government bei Sopra Steria Consulting. Kommunen seien auch mit Blick auf den eigenen Haushalt gut beraten, in die Verbesserung ihrer Servicequalität zu investieren.

 

 

Am föderalen E-Government Projekt „Behördennummer 115“ nehmen bundesweit rund 470 Kommunen teil.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de