13.03.18
Prozessmanagement & IT

Thüringer Steuererklärungen sollen in Bayern erfasst werden

Künftig sollen schriftlich eingereichte Steuererklärung aus Thüringen in Bayern elektronisch erfasst werden. Für Thüringens Finanzstaatssekretär Hartmut Schubert ist das Vorhaben wegweisend für weitere länderübergreifende Kooperationsprojekte im Bereich E-Government.

Bayern und Thüringen wollen künftig beim Thema E-Government kooperieren. So sollen künftig schriftlich eingereichte Steuererklärungen aus Thüringen im zentralen Datenerfassungs- und Scanzentrum der Steuerverwaltung Bayern in der oberfränkischen Stadt Wunsiedel elektronisch erfasst und digital an die zuständigen Finanzämter verschickt werden. Auch beim Druck der Steuerbescheide wollen Bayern und Thüringen in Zukunft zusammenarbeiten. Das gaben der Thüringer Finanzstaatssekretär Hartmut Schubert (SPD) und der bayerische Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker (CSU) nach einem gemeinsamen Treffen bekannt.

 

Schubert stellte bei dieser Gelegenheit klar, dass es wenig sinnvoll sei, wenn alle Länder im Alleingang für alle Aufgaben der Verwaltung eigene Kapazitäten aufbauen würden. Besser sei es, arbeitsteilig vorzugehen – etwa indem Aufgaben gebündelt werden oder einzelne Länder sich auf bestimmte Aufgaben spezialisieren. „In der Kooperation der Länder liegt die Zukunft des E-Governments in Deutschland“, betonte Schubert.

 

In Wunsiedel werden jährlich bereits rund 1,7 Millionen auf Papier erstellte Steuererklärungen der Finanzämter von Bayern und Rheinland-Pfalz in elektronische Daten umgewandelt.

 

melanie.weber(*)frankfurt-bm(.)com